30. Juni 2008 um 20:42 Uhr von Daniel
Es war mal wieder so weit. Geblendet vom Name Jessica Alba habe ich trotz bitterster Kritiken diesen Film angeschaut. Und wie ihr schon jetzt rauslest war es ein Fehler.
Die Geschichte ist simpel und dumm. Mehrere Kinder spielen Flaschendrehen: Unter ihnen der dicke Stu (Dan Fogler), der schon als Kind heiß ist auf küssen, kuscheln und Sex. Und dann wäre da noch der ruhigere Charlie (Dane Cook). Als die Flasche sich auf ein Mädchen in Gothic-Optik dreht und sie dann mit ihm in den Schrank verschwindet, versucht sie über ihn herzufallen. Weil er sich weigert verflucht das Mädchen ihn, dass er nie mit einer Frau glücklich sein soll. Die Frauen mit denen er geschlafen hat sollen aber danach den Mann fürs Leben finden.
Als die beiden Freunde erwachsen sind, sind beide Ärzte. Der dicke Stu ist Schönheitschirurg, Charlie ist Zahnarzt. Dass Charlie selbst nie Glück mit den Frauen hat, diese aber nach dem Sex mit ihm ihren Traummann finden, merken beide erst nach und nach. Zunächst glauben sie dieser Theorie nicht, deshalb wird es Zeit für einen Test. Charlie poppt sich also durch unzählige Betten mit unzähligen Frauen. Gleichzeitig lernt er aber auch Cam (Jessica Alba) kennen und verliebt sich in sie. Leider kann er aber nicht mit ihr schlafen, weil er sie nicht danach an einen anderen Mann verlieren will. Am Ende klappt es dann doch…
Ich gehe gar nicht viel weiter auf die Geschichte ein. Der Film ist das schlechteste was ich im segment “Komödie” seit vielen vielen Jahren gesehen habe. Er hat keinerlei Lacher, keinerlei Romantik und unterirdische Schauspieler in einer völlig bekloppten Geschichte. Die Zeit vergeht nicht, der Film dreht sich die ganze Zeit um aufgepumpte Brüste oder widerliche, fette Frauen. Und beides Mal geht es um Sex mit diesen.
Schaut euch den Film bloß nicht an und kauft ihn erst recht nicht, er ist die Ausleihgebühr in der Videothek nicht wert.
Wertung: 0%
18. Juni 2008 um 22:13 Uhr von Daniel
Loch Ness war und ist schon immer ein geheimnisvoller Ort gewesen, der mit dem “Ungeheuer” Nessie eine mystische Figur besitzt wie kein ein anderer Ort auf der Welt. Dieser Ort ist der Aufgangspunkt des Films.
Als ein junges Pärchen amerikanischer Rucksacktouristen in einem Pub ein Bild des Ungeheuers sieht halten sie das Foto für eine Fälschung. Doch ein älterer Mann (Brian Cox) erzählt ihnen, dass an dem Foto ein wahrer Kern steckt. Er beginnt zu erzählen.
Er erzählt ihnen von Angus, einem kleinen Jungen (Alex Etel) dessen Vater sich im Zweiten Weltkrieg befindet und beim spielen am See einen vermeintlichen Stein findet. Der Stein entpuppt sichallerdings als Ei und aus diesem schlüpft der Wasserdrache. Angus tauft ihn auf den Namen Crusoe und entwickelt in kürzester Zeit eine ganz, innige besondere Freundschaft.
Just in diesem Moment tauchen plötzlich Soldaten auf, die sich in dem Haus einquartieren und für einen feindlichen Angriff der Deutschen aufrüsten. Sie spannen ein Netz an der Mündung des Loch Ness ins Meer, das sie bei einem U-Boot-Angriff spannen und die U-Boote einsperren wollen.
Der kleine Wasserdrache sorgt zunächst für viel Chaos im Haus und Angus hat alle Mühe ihn zu verstecken. In der Werkstatt seines Vaters zieht ebenfalls jemand neues ein. Nach anfänglicher Skepsis schliessen Angus und der verschwiegenen Hausmeister Lewis Mowbray (Ben Chaplin) aber Freundschaft und Lewis hilft Angus dabei Crusoe zu schützen und zu verstecken.
Als Fischer im Dorf beim angeln Crusoe entdecken spricht sich das ganze schnell herum und auch die Soldaten wollen Crusoe jagen. Was folgt ist der Versuch von Wasserdrache Crusoe ins offene Meer zu fliehen.
Fazit
Der Film ist eine unglaublich schöne Geschichte über eines der bekanntesten Fabelwesen. Die Atmosphäre ist brillant, man taucht während des Film voll in Schottland ein. Die Figuren sind toll gespielt, egal ob der kleine Angus, Hausmeister Lewis oder Captain Hamilton (David Morrissey) – sie spielen ihre Rollen mit Leidenschaft und ihre Charaktere vortrefflich. Während es anfangs noch lustig zugeht wird es gegen Ende sehr dramatisch und actionreich. Trotzdem schafft es der Film nie lächerlich zu wirken, es ist eine durchweg stimmige und letztlich dramatische Geschichte. Auch die Fischer sind klasse und die Auflösung des berühmten Nessie-Fotos ist wirklich witzig.
Es gab nie einen besseren Film über Loch Ness.
Wertung
80%
23. Mai 2008 um 17:48 Uhr von Daniel
Brügge ist eine Stadt in Belgien und auch bekannt als das “Venedig des Nordens”. Für den einen ist sie ein wunderschönes Idyll, für den anderen der langweiligste Ort der Welt. Nach einem Auftrag werden die beiden Profikiller Ken (Brendan Gleeson) und Ray (Collin Farrell) von ihrem Boss Harry (Ralph Fiennes) für zwei Wochen nach Brügge geschickt. Dort sollen sie auf weitere Anweisungen warten und sich die Stadt ansehen. Dies ist der offizielle Auftrag für die beiden. Während sich Ken für die Stadt und die Geschichte begeistern kann, ist Ray durchweg am fluchen und nörgeln, da er mit Brügge nichts anfangen kann.
Sie schauen sich also die Stadt an und bei einem Besuch treffen sie auf eine Filmcrew, die mit dem zwergwüchsigen Jimmy (Jordan Prentice) in der Hauptrolle eine neue Version des Films “Wenn die Gondeln Trauer tragen” drehen. Dabei trifft Ray auf die hübsche Chloe (Clémence Poésy) und verliebt sich in sie.
Da der letzte Auftragsmord der beiden Killer nicht ganz planmäßig verlief plagen Ray die Erinnerungen und er hat vor sich umzubringen. Als er auf dem Weg zu einem Spielplatz ist, wo er sich umbringen will, bekommt Ken einen Anruf von ihrem Boss. Dieser möchte, dass Ken Ray tötet, weil der den letzten Auftrag versaut hat. Ken sucht daraufhin also Ray und will ihn umbringen, der jedoch will sich bereits selbst umbringen. Die Folge ist, dass keiner umgebrahct wird, woraufhin Harry selbst nach Brügge reist um Ray umzubringen.
Fazit:
Was skurril klingt ist es auch im Film. Er ähnelt von der Machart her “Snatch - Schweine und Diamanten” oder “Bube, Dame, König, Gr(AS)” und bietet neben abgefahrenen schrägen Typen auch lustige Sprüche und komische Situationen. Gleichzeitig ist der Film aber an einigen Stellen auch durchaus brutal und blutig. Auf jeden Fall aber ist er äußerst unterhaltsam, zumal man nie weiß in welche Richtung er eigentlich geht.
Wertung:
80%
10. Mai 2008 um 21:32 Uhr von Daniel
Als Ende letzten Jahres “Mr. Brooks” in die Kinos kam, hatte ich leider nicht die Zeit in den Film zu gehen, es kamen einfach zu viele gute Filme. Auf DVD konnte ich mir dann diesen Thriller endlich anschauen.
Earl Brooks (Kevin Costner) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, doch er hat ein Laster – er tötet gerne fremde Menschen. Er ist eine gespaltene Persönlichkeit und wird durch sein anderes Ich, das auf den Namen Marshall (William Hurt) hört, immer wieder dazu gebracht, Menschen zu ermorden. Dabei verspührt er Lust und Genugtuung. Er plant seine Taten akribisch und geht so gründlich vor, dass er bisher nicht gefasst werden konnte.
Doch er ist hin- und hergerissen zwischen seinem Laster und damit, dass er aufhören möchte zu morden. Durch den Besuch bei einer Therapiegruppe gelang im zwei Jahre lang, niemanden mehr zu töten. Doch als er auf dem Gipfel seines Erfolgs ist und zum Geschäftsmann des Jahres gewählt wird, lässt er sich wieder dazu hinreissen.
Bei diesem Mord aber soll es einen Zwischenfall geben, er wird fotografiert. Als er ein Pärchen beim Sex überrascht, schiesst ein Hobbyfotograf durch ein Fenster Bilder. Diese präsentiert er Earl Brooks und hat eine unerwartete Bitte – der Mann der sich nur Mr. Smith (Dane Cook) nennt möchte bei seinem nächsten Mord dabei sein. Leider lenkt er auch Polizistin Tracy Atwood (Demi Moore) auf die Spur des Mörders.
Was dann beginnt ist wirklich spannend. Zum einen der Kampf von Earl Brooks zwischen sich und seinem Alter Ego, wo er das Morden auf der einen Seite liebt und auf der anderen Seite hasst. Dann der sich in den Mordgedanken hineinsteigernde Fotograf Mr. Smith und schliesslich die verbissene Polizistin Tracy Atwood.
Das Ende fällt zunächst wie erwartet aus, bevor es in der letzten Sekunde dann doch noch einmal kippt. Man weiß nicht so recht, ob man damit zufreiden sein soll oder nicht. Aber es passt zum immerwährenden Zwist zwischen Earl Brooks und seinem zweiten Ich Marshall.
Fazit:
Kevin Costner ist stark, er passt perfekt auf die Rolle des Mr. Brooks. Während William Hurt nur bedingt in Erscheinung tritt, kommt Demi Moore ebenfalls glaubhaft und überzeugend rüber. Was bleibt ist ein spannender und richtig guter Thriller.
Wertung: 90%
29. April 2008 um 23:27 Uhr von Daniel
Andy (Philip Seymour Hoffman) und Hank (Ethan Hawke) sind ungleiche Brüder, sowohl optisch als auch charakterlich. Während Andy Unternehmer in einem großen Unternehmen ist, kämpft hank ständig damit, dass er kein Geld hat und abgebrannt ist. Außerdem führt Hank eine Affäre mit Andys Frau.
Andy ist ein aalglatter und widerlicher Geschäftsmann, der kalt wirkt und Drogenabhängig ist. Hank dagegen ist ein etwas versiffter Taugenichts, der nie Geld hat und von Frau und Tochter geschieden lebt.
Um an Geld zu kommen hat Andy einen Plan erdacht. Er will das Juweliergeschäft ihrer Eltern ausrauben. Da die Waren versichert sind und beide den Laden kennen geht er davon aus, dass niemand zu Schaden kommen wird. Eine Waffe soll nicht im Spiel sein, die Verkäuferin in dem Laden scheint er zu kennen. Durchführen soll den Überfall Andys jüngerer Bruder Hank, der dem ganzen sehr skeptisch gegenübersteht.
Weil Hank sich jedoch nicht so richtig traut engagiert er wiederum einen Bekannten. Was Hank aber nicht weiß ist, dass sein Bekannter eine geladene Waffe bei sich hat und in dem Laden an dem Trag wider Erwarten statt einer Aushilfe ihre Mutter arbeitet. Bei der Schiesserei kommen sowohl Hanks Mutter als auch sein Bekannter ums Leben.
Andy und Hanks Vater ist vom Tod seiner Frau völlig mitgenommen. Er will unbedingt, dass die Polizei sich an den Fall heftet. Als diese immer wieder nichts zu tun scheint, versucht Vater Charles (Albert Finney) selbst zu ermitteln. Schließlich findet er heraus, dass seine beiden den Überfall geplant haben und damit die Drahtzieher sind. Auch wird deutlich, dass ihr Vater Andy nie besonders mochte und Hank bevorzugte.
Als Charles herausfindet, dass Andy den Überfall eingefädelt hat ermordet er ihn im Krankenbett. Hank kann mit einer Tasche voller Geld flüchten, das die beiden Brüder zuvor bei Andys Dealer erbeutet haben, um sich nach Südamerika abzusetzen.
Fazit:
Ethan Hawke und Philip Seymour Hoffman spielen in ihren Rollen großartig, sie passen perfekt zu ihren Charakteren. Leider sind sie aber auch so eindeutig und Klischeehaft, dass man hinter einer Fassade nichts neues entdeckt.
Die Geschichte wird insgesamt viel zu lange erzählt, es werden unnötige oder redundante Details gezeigt. Man sieht alle möglichen Szenen mehrfach, weil der Film sich aus Rückblicken zusammensetzt. Vor allem fehlt es dem Film aber an Spannung. Nach wenigen Minuten ist die ganze Geschichte aufgedeckt und es gibt keine offenen Fragen mehr. Der Film ist nicht gänzlich uninteressant, aber letzten Endes doch sehr ernüchternd und fad.
Wertung: 40%
13. April 2008 um 18:14 Uhr von Daniel
Von Lob und positiver Kritik wurde der Film überschüttet, irgendwann hatten mich die Medien dann nach Wochen irgendwann und ich sah irgendeinen Grund für einen Kinobesuch.
Der Film fängt super an. Bei der Jagd findet Cowboy und Vietnamveteran Llewelyn Moss (Josh Brolin) den Schauplatz eines missglückten Drogengeschäfts, alle Beteiligten haben sich gegenseitig erschossen. Die Drogen sind noch da, das Geld fehlt. Er verfolgt die Spuren und findet einen der Männer mit dem Geld. Der Mann ist tod und er nimmt das Geld an sich.
Verfolgt wird er dabei von dem eiskalten Killer Chigurh (Javier Bardem) und Ex-Elitesoldat Wells (Woody Harrelson). Die Flucht zieht sich durch mehrere Motels in Texas. Auch der alternde Sheriff Bell (Tommy Lee Jones) ist hinter Moss her, allerdings weil er ihm helfen und ihn beschützen will. Es folgt eine Art Treibjagd, bis die Jäger den Gejagten eingeholt haben.
Der Film ist unterteilt in zwei Hälften. In der ersten Hälfte wird die Spannung schon sehr hoch angesetzt und hält sich sehr lange. Die flimmernde Hitze, die beklemmende Stimmung, die Angst vor dem Killer Chigurh und dessen emotionslose Auftritte steigern die Spannung stetig.
Leider kippt der Film aber nach der Hälfte, die Spannung nimmt deutlich ab und die Geschichte wird schlechter. Die Personen werden zu wenig beleuchtet. Ex-Elitesoldat Wells (Woody Harrelson) taucht recht plötzlich auf, er bleibt insgesamt blass und wird nur ab und zu erwähnt. Auch der Killer Chigurh wird nicht näher charakterisiert. Sheriff Bell macht zunehmend einen gleichgültigen Eindruck. Wo die erste Hälfte noch von der Spannung lebt und man hofft, dass mehr erzählt wird über die jeweiligen Personen, bleibt Leere. Die texanische Hitze scheint die Personen zu lähmen und damit auch den Film.
Was letzten Endes bleibt ist ein für meinen Geschmack unvollständiger Film, der mir eine zu starke Zweiteilung besitzt. Die Häfte der Zeit ist er extrem spannend, schenkt dann um und verliert im letzten Drittel rapide an Fahrt und Interesse.
Bewertung: 60%
6. April 2008 um 22:55 Uhr von Daniel
Ende letzten Jahres lief im Kino “Die Vorahnung”, im Trailer angepriesen als schauriger Grusel-Thriller. So wirklich gereizt hatte mich der Film eigentilch nicht, hat wohl auch etwas damit zu tun, dass ich mich nur wenig für Sandra Bullock begeistern kann. Das hat sich auch nach diesem Film nicht geändert, trotzdem habe ich am Wochenende den Griff zur DVD gewagt.
Linda Hanson (Sandra Bullock) lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in einem Haus, führt ein scheinbar glückliches Leben und eine zufriedene Ehe. Eines Tages erscheint ein Polizist und überbringt ihr die Nachricht vom Tod ihres Mannes. Für Linda bricht eine Welt zusammen.
Am nächsten Morgen steht sie auf, geht in die Küche und plötzlich sitzt ihr Mann dort und lebt. Linda ist verwirrt. Die nächsten Tage sind verwirrend für sie, da ihr Mann mal tod ist und ein anderes Mal wieder lebt. So geht es fast eine Woche lang. Was normal der Woche nach dem Tod ihres Mannes passieren würde, erlebt Linda wild durcheinandergemischt eine Woche zuvor. Die Nachricht vom Tod ihres Mannes, die Beerdigung, der tödliche Autounfall, ein Krankenhausbesuch. Erst nach einer Woche erkennt sie, dass sie eine Vorahnung hat, versucht sich von der Ereignissen einen Plan zu machen und den Tod ihres Mannes zu verhindern.
Was in dieser kurzen Beschreibung schon verwirrend klingt, ist auch im Film verwirrend. Nichts scheint einen Sinn zu machen, es werden Ereignisse verkettet, die am Ende eine Bedeutung bekommen sollen. Leider weiß man jedoch zu keinem Zeitpunkt, was denn das Problem der hauptdarstellerin ist und wohin das was ihr widerfährt führen soll?
Der Film wirkt wirr und uninteressant, man langweilt sich regelrecht und hofft mit zunehmender Dauer, dass ihr Mann endlich stirbt und Linda aufhört, verwirrt und panisch nach einer Erklärung zu suchen. In der letzten Einstellung sieht man dann noch die schwangere Linda, was das zu der Geschichte beitragen soll bleibt wohl Interpretationssache jedes einzelnen. Für mich aber wieder nur ein Detail, das dem Film weder einen Aha-Effekt noch Tiefe gibt.
“Die Vorahnung” ist eine einzige Enttäuschung, krude und langatmig erzählt. Spannung kam keine auf, auch schafft es keiner der Darsteller sympathisch zu wirken und Mitgefühl für das nahende Schicksal aufkommen zu lassen. Das Ende ist dann nur noch kitschig und vorhersehbar, aber man weiß zumindest, dass der Film nicht mehr lange gehen kann.
Wertung: 20%
30. März 2008 um 17:09 Uhr von Daniel
Batman (Michael Keaton) ist ein maskierter Rächer und versucht die Stadt Gotham City zu beschützen. Als er den Gangster Jack Napier (Jack Nicholson) in einen Kessel mit giftigen Chemikalien stürzt wird dieser grässlich entstellt, überlebt den Unfall aber. Von einem Chriurgen bestmöglich zusammengeflickt bleibt ein Grinsen in seinem Gesicht. Er treibt fortan als “Joker” in der Stadt sein Unwesen und terrorisiert Gotham City.
Sein Plan ist die Vernichtung von Gotham City. Zunächst bringt er heimlich verschiedene Haushaltsartikel unter das Volk, die in bestimmten Kombinationen zuerst ein fieses Lachen auf das Gesicht der Menschen zaubert und sie dann tötet. Batman kann die Zusammensetzung dieser Chemikalien aber analysieren und die Stadt warnen, welche Kombinationen tödlich sind.
Aus Zorn gegen Batman und Rache dafür, dass er ihn in den Giftmüll gestoßen und entstellt hat, will der “Joker” Batman und die Bewohner von Gotham City umbringen. Dazu veranstaltet er eine gigantische Parade, bei der er über das Fernsehprogramm ankündigt 20 Millionen Dollar unter das Volk zu werfen. Bei dieser Parade versucht er dann die Menschen mit Giftgas umzubringen. Batman kann dies verhindern, der “Joker” entführt daraufhin Vicky Vale in den Glockenturm einer Kathedrale. Vicky Vale ist die Freundin von Bruce Wayne, der als Batman ein Doppelleben führt. Im Glockenturm kommt es zum Showdown zwischen Batman und dem “Joker”.
Der Film ist für mich eine der wenigen guten Comicverfilmungen und unter diesen eine der besten. Auch innerhalb der Batman-Reihe ist es für mich der beste Film. Er ist düster, atmosphärisch unheimlich dicht und kommt dem Comic am nähesten. Die Bewegungen der Schauspieler, die Mimik und die Kameraeinstellungen – alles passt perfekt zusammen. Regisseur Tim Burton, der für seine dunklen Filme bekannt ist, gelingt ein toller Film mit einem allen voran brillianten Jack Nicholson. Auch sein Grinsen als “Joker” ist derart gut umgesetzt, dass es einem lange im Gedächtnis bleibt. Er passt für die Rolle des “Joker” wie kein anderer und spielt alle anderen Charaktere an die Wand.
Was hier und in der Fortsetzung “Batmans Rückkehr” noch stimmt sind die Kulissen und Kostüme, der Film ist nicht zu poppig übertrieben. Spätere Batman-Filme wurden immer bunter, knalliger und schräger. Dieser Fehler wird hier nicht gemacht. Mein persönlicher Höhepunkt ist die Parade in der Stadt, als der “Joker”, zur Musik von Prince tanzend, auf Umzugswägen mit lustigen Heißluftballons voller Giftgas durch die Straßen zieht und diese auszulöschen versucht.
Der Film bleibt ein Klassiker seines Genres und hat auch nach nunmehr fast 20 Jahren nichts von seiner Spannung und von seinem Charme verloren.
Wertung: 80%
25. März 2008 um 19:51 Uhr von Daniel
Ich nehme es einfach schon mal vorneweg, es ist einer meiner Lieblingsfilme. Auf den Film gestossen war ich durch den unglaublichen Soundtrack von Ennio Morricone, danach wollte ich auch den Film sehen, der hinter der Musik steckt.
Also habe ich mir die DVD gekauft und es nie bereut. Ich liebe es ins Kino zu gehen, mich zurückzulehnen und mich von einem Film unterhalten zu lassen. Der süßlich warme Geruch von Popcorn an der Kinokasse. Das eindecken mit einer kleinen Tüte Süßigkeiten. Das suchen nach der Reihe und seinem Platz. Hinsetzen. Gemütlich machen und die Jacke so hinlegen, dass sie nicht stört. Dann wird der Raum dunkel, es wird still und der Film fängt nach der x-ten nervigen Schöller-Eis-Werbung endlich an.
Um diese Magie des Kinos geht es in Cinema Paradiso. In einem kleinen sizilianischen Dorf ist das Kino für den kleinen Salvatore das größte. Er ist gerne bei Filmvorführer Alfredo und hilft ihm, als dieser sein Augenlicht verliert. Nach 30 Jahren kehrt Salvatore aufgrund des Todes von Alfredo in sein Dorf zurück. Das Kino soll abgerissen werden, doch Alfredo hat ihm noch eine letzte Filmrolle vermacht.
Der Film fesselt, er schafft eine ganz eigene Atmosphäre. Bilder und Musik sind so stimmig, dass sie teilweise ineinander übergehen und man vollkommen eintauchen kann. Der Film gewann 1990 den Oscar als bester fremdsprachiger Film, auf dem Filmfestival in Cannes 1989 den großen Preis der Jury und erhielt den Europäischen Filmpreis. Philippe Noiret bekam für seine Darstellung des Alfredo den Europäischen Filmpreis als bester europäischer Schauspieler.
Wertung: 100%
22. März 2008 um 22:09 Uhr von Daniel
Bereits 2006 kam der Film in die deutschen Kinos, richtig bekannt wurde er aber wohl erst nach dem Gewinn des Oscar für den besten ausländischen Film. Das war es auch was meine Aufmerksamkeit auf den Film gelenkt hat.
Es ist ein Drama über ein Kapitel deutscher Geschichte, das weitgehend unbekannt ist. Am Ende des Zweiten Weltkriegs beginnen die Nazis damit ihre leere Kriegskasse durch gefälschtes Geld zu füllen.
Der Film erzählt die Geschichte des Fälschers Salomon Sorowitsch (Karl Markovics), der bis zu seiner Verhaftung ein gutes Leben führen kann. Er fälscht Geld und lebt so, dass er sich seiner Umgebung und Zeit anpasst. Dann allerdings wird er aus eben diesem Leben gerissen, als er verhaftet und in das Konzentrationslager Mauthausen gebracht wird. Aufgrund seines künstlerischen Talents macht er sich dort aber schnell einen Namen als Maler und Künstler. Er portraitiert hochrangige Leiter des Konzentrationslagers und malt Bilder an Wände und Mauern. Dies spricht sich herum. Auch zu dem Mann, der ihn einst verhaftet hat und mittlerweile Leiter des KZ Sachsenhausen ist. Dort soll er mit anderen Häftlingen das britische Pfund und später den Dollar fälschen.
Die Geschichte basiert auf den Erinnerungen des Zeitzeugen Adolf Burger, einem der Fälscher in dem Lager. Sie ist eindringlich und emotional erzählt. Auf sehr ruhige und eindringliche Art und Weise wird die Lage im KZ beschrieben. Nach und nach beginnt man Salomon Sorowitsch und August Diehl besser kennenzulernen und die Motive zu verstehen nach denen sie handeln. Ihr Weg ist gepflastert mit allerlei Schicksalen, obwohl sie als Fälscher im Lager eine bevorzugte Behandlung bekommen und es ihnen verhältnismäßig gut geht.
Der Film stimmt sehr nachdenklich, man beginnt sich überlegen, wie man selbst in der Lage dieser Personen gehandelt hätte und ob es richtig war, was die jeweiligen Personen getan hätten. Die Konfrontation verschiedener Charaktere zeigt wie unterschiedlich diese den Krieg erlebt haben und was für Motive sie für ihr weiteres Leben haben.
Der Film ist eindringlich und sehr empfehlenswert. Ganz besonders hervorheben muss ich aber auch noch die Arbeit von Karl Markovics, der seiner Figur absolute Tiefe und Glaubwürdigkeit gibt.
Wertung: 80%
BBC Bruce A. Evans Dane Cook Demi Moore Dennis Quaid Diane Kruger Ed Harris Ennio Morricone Forest Whitaker George Clooney Giuseppe Tornatore Harvey Keitel Jack Nicholson Jacques Perrin Jon Voight Justin Bartha Kevin Costner Matthew Fox Michael Keaton Morgan Freeman Nicolas Cage Nora Tschirner Philippe Noiret Sigourney Weaver Sydney Pollack Sylvester Stallone Tilda Swinton Til Schweiger Tom Wilkinson William Hurt