26. Februar 2008 um 20:51 Uhr von Daniel
Kinostart: 24.01.2008
Endlich kommt mal wieder eine Mischung aus einfacher Komödie und Drama, die ohne zu blödeln lustig, unterhaltsam und traurig ist.
Dabei stechen natürlich der hervorragend aufgelegte Jack Nicholson und Morgan Freeman heraus. Jack Nicholson als skrupelloser, geldgeiler Geschäftsmann und Morgan Freeman als verkannter Student, der nun als Mechaniker arbeitet, könnten gegensätzlicher nicht sein. Der weiße Egoist, dem nichts wichtiger zu sein scheint als der Profit und der schwarze Mechaniker und Familienmensch.
Die Handlung dreht dich darum, dass bei beiden Krebs diagnostiziert wird. So treffen die beiden im Krankenhaus aufeinander, Sympathien für den jeweils anderen hat dabei zunächst keiner. Zu unterschiedlich sind sie. Als dann die niederschmetternde Diagnose der Ärzte kommt, dass beide nur noch weniger Monate zu leben hätten, beginnt Carter (Morgan Freeman) damit, eine “Löffelliste” zu schreiben. Das ist eine Liste mit Dinge, die man noch machen möchte, bevor man den Löffel abgibt. Er verwirft die Liste dann jedoch. Als Edward (Jack Nicholson) sie findet, findet er die Idee sofort gut und ergänzt die Liste.
Danach beginnen die beiden ihre gemeinsame Liste abzuarbeiten und reisen dafür um die ganze Welt. Das Geld spielt hierbei keine Rolle, Edward hat ohnehin genug davon und bezahlt ohne gerne die gemeinsamen Unternehmungen. Beide stacheln sich dabei immer wieder zu neuen Dingen auf der Liste hoch und es passieren die lustigsten Dinge, wenn zwei ältere Männer versuchen noch einmal allerlei verrückte Dinge zu machen.
Der Film ist wirklich schön, es sind keine idiotischen klamaukigen Gags, sondern der Spaß entsteht durch die Situationskomik in die die beiden immer wieder geraten. Auch die ruhigen und nachdenklichen Töne sind nie übertrieben oder lächerlich und zeigen wie die beiden Männer langsam und unauffällig beginnen sich anzufreunden.
Der unauffällige Humor macht wirklich Spaß, alles in allem macht der Film aber auch ein wenig nachdenklich.
Lebt man selbst so, als könnte es schon bald vorbei sein? Kostet man sein Leben voll aus, wie man es gerne tun würde? Auch wenn man in den Film vielleicht nicht zu viel hineininterpretieren sollte – manche sehen ja in dem Gegensatz von Weiß=Reich und Schwarz=Arm wieder einmal nur Klischees. Aber ich sehe darin vielmehr zwei Personen, sie sich ergänzen, in ihrer Art und Weise nicht zueinander passen und letztlich doch auf tragische aber liebenswerte Art zueinander finden.
Wertung: 70%
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Jack Nicholson, Morgan Freeman
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