Ende letzten Jahres lief im Kino “Die Vorahnung”, im Trailer angepriesen als schauriger Grusel-Thriller. So wirklich gereizt hatte mich der Film eigentilch nicht, hat wohl auch etwas damit zu tun, dass ich mich nur wenig für Sandra Bullock begeistern kann. Das hat sich auch nach diesem Film nicht geändert, trotzdem habe ich am Wochenende den Griff zur DVD gewagt.
Linda Hanson (Sandra Bullock) lebt mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern in einem Haus, führt ein scheinbar glückliches Leben und eine zufriedene Ehe. Eines Tages erscheint ein Polizist und überbringt ihr die Nachricht vom Tod ihres Mannes. Für Linda bricht eine Welt zusammen.
Am nächsten Morgen steht sie auf, geht in die Küche und plötzlich sitzt ihr Mann dort und lebt. Linda ist verwirrt. Die nächsten Tage sind verwirrend für sie, da ihr Mann mal tod ist und ein anderes Mal wieder lebt. So geht es fast eine Woche lang. Was normal der Woche nach dem Tod ihres Mannes passieren würde, erlebt Linda wild durcheinandergemischt eine Woche zuvor. Die Nachricht vom Tod ihres Mannes, die Beerdigung, der tödliche Autounfall, ein Krankenhausbesuch. Erst nach einer Woche erkennt sie, dass sie eine Vorahnung hat, versucht sich von der Ereignissen einen Plan zu machen und den Tod ihres Mannes zu verhindern.
Was in dieser kurzen Beschreibung schon verwirrend klingt, ist auch im Film verwirrend. Nichts scheint einen Sinn zu machen, es werden Ereignisse verkettet, die am Ende eine Bedeutung bekommen sollen. Leider weiß man jedoch zu keinem Zeitpunkt, was denn das Problem der hauptdarstellerin ist und wohin das was ihr widerfährt führen soll?
Der Film wirkt wirr und uninteressant, man langweilt sich regelrecht und hofft mit zunehmender Dauer, dass ihr Mann endlich stirbt und Linda aufhört, verwirrt und panisch nach einer Erklärung zu suchen. In der letzten Einstellung sieht man dann noch die schwangere Linda, was das zu der Geschichte beitragen soll bleibt wohl Interpretationssache jedes einzelnen. Für mich aber wieder nur ein Detail, das dem Film weder einen Aha-Effekt noch Tiefe gibt.
“Die Vorahnung” ist eine einzige Enttäuschung, krude und langatmig erzählt. Spannung kam keine auf, auch schafft es keiner der Darsteller sympathisch zu wirken und Mitgefühl für das nahende Schicksal aufkommen zu lassen. Das Ende ist dann nur noch kitschig und vorhersehbar, aber man weiß zumindest, dass der Film nicht mehr lange gehen kann.
Wertung: 20%
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Julian McMahon, Klaus Badelt, Sandra Bullock
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